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Zalongo
Zalongo ist ein Berg nahe
der Souli Dörfer in Thesprotia, Epirus
Der Name ist aber eng verbunden mit einem dramatischen Ereignis während
der harten osmanischen Herrschaft über Griechenland.
Bis zum Dezember 1803 waren die Dörfer
der Bergregion Souli in Epirus uneingenommen von den Türken.
In diesem Monat aber war die Bedrängnis so groß das die Ortsvorsteher,
die gleichzeitig Anführer im Kampf waren, einen Friedensvertrag mit Ali
Pascha dem Türkischen Oberhaupt von Epirus aus Ioannina
unterzeichneten. In dem Vertrag wurde vereinbart das die Einwohner Souli
friedlich verlassen sollten, ohne das ihnen was geschieht.
Typisch für ihn, hielt sich Ali Pascha nicht an den Vertrag und
sandte seine Truppen aus Türken und Albanern aus.
Die Einwohner von Souli hatten sich aus Vorsicht in drei Gruppen
geteilt mit Ziel Parga, Tzoumerka und Louros, um ein kleineres Angriffsziel zu bilden, da
sie doch Ali Pascha nur zu gut kannten.
Am Berg Zalongo wurden zwei der Gruppen eingekreist und
angegriffen. Mit Selbstaufopferung kämpften sie wie gewohnt und
wehrten die Angriffe mehrere Tage ab, bis die Munition und Verpflegung
ausging.
Eine Gruppe wagte den Durchbruch und unter großen Verlusten, mit
Anführer Markos Botsaris, gelang es ihnen dezimiert Parga
zu erreichen.
Die Männer der restlichen Gruppe unter
dem Anführer Koutsonikas, schickte die Frauen und Kinder
auf den Bergkamm und verschanzte sich bei dem Kloster unter dem
Kamm von Zalongo. Sie kämpften heroisch bis die letzten wenigen
gefangen genommen und gefoltert wurden.
Als die Frauen sahen was mit Ihren
Männern geschehen war fassten sie einen tapferen Entschluss. Sie
wollten nicht in die Hände der Türken und Albaner fallen,
denn diese waren für den "unsanften" Umgang mit gefangenen Frauen
berüchtigt.
Alle gefangenen Kinder wurden, aus ganz Griechenland in
Züchtigungslager geschickt, wo sie einer intensiven Gehirnwäsche
über Jahre unterzogen wurden, um danach die Eliteeinheit der Genitscharen
zu bilden zusamman mit Kindern von anderen Nationen, die aggressiv gegen ihre eigenen Leute eingesetzt
wurden.
Diese Zukunft wollten die Frauen sich und ihren Kindern ersparen.
Um dies den Angreifern auf ehrwürdige Weise zu zeigen, beschlossen
sie und tanzten singend tapfer im Kreis. Jede Frau die mit ihrem Kind zur
Klippe kam, sprang schreiend in den Tod.
Dies war ein heroischer aber trauriger Augenblick der griechischen
Befreiungsgeschichte. Die Tat machte aber den anderen unterdrückten
in ganz Griechenland mut um weiter gegen die Besetzer zu
kämpfen, waren es doch Frauen die sich mit ihren Familien bisher nie in
300 Jahren den osmanischen Eroberern unterworfen hatten.
Die Dörfer von Souli waren, wenn mir dieser etwas humoristische
Vergleich erlaubt ist, die "gallischen" Dörfer
Griechenlands die wenn auch ohne Zaubertrank und ohne Obelix,
aber mit viel Mut und Tapferkeit und Männern wie Markos
Botsaris und Koutsonikas, unseren Obelix und
Asterix.....
Der Berg Zalongo wurde zum
Wahrzeichen des griechischen Wiederstandes und Befreiungskampfes.
Den Frauen und ihren Kindern zu Ehren wurde auf dem Berg eine riesige
Statue errichtet die den seit dem bekannten "Tanz des Zalongo"
symbolisiert.
Das Kloster bei dem sich die
Männer verschanzten, wurde 1952 neu errichtet und ist Frauenkloster
sowie Weisenhaus für Mädchen.
Jedes Jahr am 25 März, Nationalfeiertag
der Befreiung von der Türkischen Herrschaft, wird der Tanz und die
heroische Tat an unzähligen Festen und Theateraufführungen von Schulen
im ganzen Land gefeiert und geehrt.
Sie können den Berg Zalongo an
einem Tagesausflug besuchen kombiniert mit der Besichtigung der antiken
"Kassopi" sowie des Nekromantion und der Nikopolis
in Preveza.
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